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Weinsorten
Weinrebesorten für Weißweine
Aurelius
Ursprung: (Neuburger x Rheinriesling). In der Praxis noch nicht im größeren Umfang verbreitet – er nimmt nur 35% an der Gesamtfläche der Weinberge in der Tschechischen Republik teil, aber sein Anteil wächst.
Wein: Hochqualitätswein, Charakter von Rheinriesling, Säure ca. 10 g/l.
Wein: Hochqualitätswein, Charakter von Rheinriesling, Säure ca. 10 g/l.


Chardonnay
Ursprung: Eine traditionelle Sorte, in Mähren und Böhmen angebaut. Sie bildet ungefähr 3,4 % der Weinberge in der Tschechischen Republik mit einer Tendenz zum dynamischen Anstieg. In der letzten Zeit gehört es zu den meist modischen Weißweinsorten in der Tschechischen Republik und in der Welt.

Müller Thurgau (Riesling x Silvaner, Rivaner)
Ursprung: Diese Sorte hat Prof. H. Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau 1882 veredelt. Man führt an, es geht um eine Kreuzung aus Rheinriesling und Grüner Sylvaner. Die letzten Fachkenntnisse deuten aber darauf hin, dass die Sorte durch die Kreuzung von Rheinriesling mit Madeleine Royale entstanden ist. Mit dem Anbau hat man bei uns probeweise in einigen Orten vor mehr als sechzig Jahren begonnen, heutzutage ist sie die zweitverbreiteste Sorte. Sie wird auf 13,9 % der Weinbergfläche der Tschechischen Republik angebaut, wobei die Tendenz zu ihrer wesentlichen Reduktion führt.

Pálava
Ursprung: (Roter Traminer x Müller Thurgau). Diese Sorte ist in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts veredelt worden. Ihr Anteil an der Gesamtfläche der Weinberge in der Tschechischen Republik beträgt 0,7 %.
Wein: Ein harmonischer Wein, voll am Gaumen, mit Anklängen an Roter Traminer.
Wein: Ein harmonischer Wein, voll am Gaumen, mit Anklängen an Roter Traminer.


Weißruländer - Weißburgunder (Pinot blanc)
Ursprung: Die Sorte entstand als eine Knospenmutation von Grauer Burgunder (Pinot gris) und wird in Elsass seit dem 14. Jahrhundert angebaut. Der tschechische Name für die ganze Gruppe der Burgunder Sorten – Rulandské, der aus der Benennung von Grauer Burgunder in Deutschland hervorgeht, wurde eine Weltrarität. Im Staatssortenbuch wurde die Sorte unter dem Namen Weißburgunder zwischen den Jahren 1941 und 1993 eingetragen; seit 1993 trägt sie den Namen Rulandské bílé (Weißruländer). Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik deckt diese Sorte 5,1 % der Weinbergflächen, wobei sie diesen Anteil auch in hoher Konkurrenz von Chardonnay behält.

Grauer Ruländer (Pinot gris, Pinot grigio, Ruländer, Graue Burgunder, Tokayer, Piros kisburgundi)
Ursprung: Eine Knospenmutation von Rulandské modré (Blauer Ruländer, Blauer Burgunder, Pinot noir). Die Sorte ist wahrscheinlich in Burgenland entstanden, woraus sie sich ins ganze Frankreich, besonders nach Champagne, verbreitet hat. Nach Böhmen ist diese Sorte schon im 14 Jahrhundert, zusammen mit Blauer Burgunder, gekommen. Zurzeit baut man diese Sorte auf 2,0 % der Weinbergfläche an. In den letzten Jahren ist eine ersichtliche Tendenz zum milden Anstieg dieses Anteils zu sehen.

Rheinriesling (Petit Riesling, Rajnai rizling, White Riesling)
Ursprung: Noch nicht geklärt. Man setzt voraus, dass die Sorte durch eine freie Kreuzung der Sorten Heunisch und Traminer in der Umgebung des Oberlaufes von Rhein entstanden ist. Auf jeden Fall hat sie sich in alle Weltweinbaugebiete aus Deutschland, wo sie jetzt fast 22 % der Weinbergflächen einnimmt, verbreitet. Auf dem Gebiet der Tschechischen Republik wurde Rheinriesling von dem Dominikanerorden im 17. Jahrhundert verbreitet. 2002 hat Rheinriesling 6,5 % der Weinbergfläche in der Tschechischen Republik mit einer milden Anstiegtendenz eingenommen.

Welschriesling (Riesling italico, Olaszrizling)
Ursprung: Der Ursprung ist nicht eindeutig. Außer dem Namen hat diese Sorte mit Rheinriesling nicht zu tun. In Mähren hat man mit der Pflanzung gegen 1900 begonnen, jetzt beträgt ihr Anteil 10,4 % der Gesamtweinbergfläche mit der Tendenz zur Verminderung. Sie ist die dritthäufigste Sorte, die in der Tschechischen Republik angebaut wird.

Sauvignon (Sauvignon blanc)
Ursprung: Der Ursprung ist nicht genau bestimmt, die Sorte kommt wahrscheinlich aus Frankreich. In den letzten Jahren erweitern sich die Weinbergflächen mit dieser Sorte sehr schnell weltweit – mit dem Anbau beginnt man auch in den Ländern, wo Sauvignon im größeren Umfang bisher nicht gewesen ist – z.B. in Deutschland. In der Tschechischen Republik wird vom Anfang der 50er Jahre angepflanzt. Jetzt bildet Sauvignon insgesamt 3,5 % der Weinberge mit der Tendenz, sein Anteil ziemlich schnell zu erhöhen.

Frühroter Veltliner (Babotraube, Rote Malvasier, Korai Pirosveltelini)
Ursprung: Der Ursprung ist nicht eindeutig. Die Sorte ist nach einer zufälligen Bestäubung des Grünen Sylvaner mit dem Blütenstaub vom Roten Veltliner entstanden. Zu uns kam diese Sorte aus Niederösterreich. Jetzt erreicht sie 2,2 % der Weinberge in der Tschechischen Republik.

Weinrebesorten für Rotweine:
André
Ursprung: (Blaufränkisch x St. Laurent) Die Sorte ist in Velké Pavlovice im Jahr 1961 entstanden. Sie ist nach Ch. K. André (1763 - 1831) genannt, der in Brünn den ersten Verband für die Fruchtveredelung in der Welt gegründet und dadurch das Interesse für die durch die Kreuzung entstandenen neuen Sorten angeregt hat. Zurzeit nimmt diese Sorte 1,8 % der Weinbergfläche in der Tschechischen Republik ein.

Cabernet Moravia
Ursprung: (Cabernet Franc x Zweigelt) Eine neue Sorte, die sich schnell verbreitet. Jetzt deckt sie 0,7 % der Weinberge der Tschechischen Republik.
Wein: Harmonisch und angenehm im Geschmack, dunkelrote Farbe mit sanftem Cabernet-Aroma. Der Wein erreicht eine ausgezeichnete Qualität.
Wein: Harmonisch und angenehm im Geschmack, dunkelrote Farbe mit sanftem Cabernet-Aroma. Der Wein erreicht eine ausgezeichnete Qualität.


Blaufränkisch (Lemberger, Kékfrankos)
Ursprung: Der Ursprung ist nicht eindeutig, die Sorte kommt vielleicht aus Niederösterreich oder Kroatien. Einer ihrer Vorväter war die Sorte Heunisch. Anteil dieser Sorte an der Weinberge-Gesamtfläche in der Tschechischen Republik beträgt 5,9 %. Sie ist die zweithäufigste blaue Sorte in Mähren.

Neronet
Ursprung: (St. Laurent x Blauer Portugieser x Alibernet). Diese Sorte hat Prof. V. Kraus in Lednice in Mähren 1965 veredelt. Nur selten in der Tschechischen Republik angebaut (0,2 % der gesamten Weinbergfläche).

Blauer Ruländer (Pinot noir, Pinot nero, Blauer Burgunder, Spätburgunder, Kisburgundi)
Ursprung: Die Sorte kommt aus Burgenland, wo sie wahrscheinlich durch die eigenmächtige Kreuzung der Sorten Schwarzriesling und Traminer entstanden ist. Diese Sorte wurde schon im 7. Jahrhundert im Rheinland und im 9. Jahrhundert in der Bodensee-Umgebung schriftlich erwähnt. Karl IV. hat diese Sorte nach Böhmen im 14. Jahrhundert bringen lassen; später hat sie 90 % der Weinbergfläche hier gedeckt. Aus Blauem Ruländer haben durch Mutation zuerst der Graue Ruländer und davon wieder der Weißruländer gestammt. Zurzeit wird Blauer Ruländer auf 2,5 % der Weinberge der Tschechischen Republik angebaut, wobei sich die Fläche langsam erweitert.

St. Laurent
Ursprung: Gemäß der genetischen Analyse ist diese Sorte von den „burgendländischen“ Sorten entstanden. In jedem Fall kommt sie aus dem Gebiet des heutigen Frankreiches, wovon sie nach Deutschland in der Hälfte des vorvergangenen Jahrhunderts verbreitet wurde. Bei uns hat man mit dem Anbau nach 1900 begonnen und gegen 1935 hat diese Sorte ca. 1 % der Weinbergflächen bei uns eingenommen. Jetzt baut man sie auf ca. 9 % der Weinberg-Gesamtflächen an. St. Laurent ist bei uns die meistangebaute blaue Weinerbsorte und die vierthäufigste insgesamt. Die größten Flächen mit dieser Sorte in der Welt befinden sich gerade in der Tschechischen Republik.

Zweigelt
Ursprung: (St. Laurent x Blaufränkisch) Die Sorte wurde 1922 in Klosterneuburg veredelt. In der zweiten Hälfte der 60er Jahre ist sie nach Mähren gebracht worden. Heutzutage nimmt sie an dem Ausmaß der Weinberge der Tschechischen Republik mit 3,7 % teil.
Wein: Sehr ähnlich dem St. Laurent.
Wein: Sehr ähnlich dem St. Laurent.


